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Ziele:


Der Kunstverein Darmstadt hat ein Ziel: lebendige Begegnungen mit aktueller und aktuell 
gebliebener Kunst. Die Kunsthalle Darmstadt präsentiert im Jahr 4 bis 5 Ausstellungen von 
nationalem und internationalem Rang.



Kunst läßt sich nicht fixieren. Sie ist widersprüchlich und führt ein höchst 
wandelbares Eigenleben. Genau das zu spiegeln ist unser Programm.




Als Mitglied im Kunstverein sind Sie zu allen Eröffnungen, allen Ausstellungen
und allen Begleitveranstaltungen - vom Konzert bis zur Lesung, von der
Performance bis zu speziellen Führungen und zu Kunstreisen - herzlich eingeladen.
Natürlich haben Sie als Mitglied jederzeit freien Eintritt.



Jahresbeitrag:
Schüler / Studenten: 20 €
Einzelpersonen: 35 €
Familien: 45 €
Unternehmen: 150 €
 


Die Geschichte

Bemühungen zur Gründung eines Kunstvereins für Darmstadt lassen sich bis in das Jahr 1833 zurückverfolgen. Die treibende Kraft bei dieser Initiative war Jacob Felsing.

Zwar hatte der Großherzog seine Kunstsammlung bereits 1820 der Allgemeinheit zugänglich gemacht, aber zeitgenössische Kunst hatte in Darmstadt noch kein Forum. Der Kunstverein sollte der Förderer privater Sammlungen sein. Die erste Ausstellung organisierte Felsing 1835.

Durch den Zusammenschluß verschiedener lokaler Kunstvereine wurde ab 1837 die Inszenierung größerer Ausstellungen möglich. 1889 wurde die Kunsthalle Darmstadt, die das alte Rheintor einbezog, eröffnet. (3) In den folgenden Jahren präsentierte die Kunsthalle unter anderem Wilhelm Leibl, Walter Leistikow, Max Liebermann, Adolf Menzel und Franz von Stuck. Eines der wichtigsten Ausstellungsthemen war zunächst der Jugendstil. In der Kunsthalle fanden die Schauen statt, die die berühmte Ausstellung auf der Mathildenhöhe "Ein Dokument deutscher Kunst" von 1901 vorbereiteten.
Bis zum Ersten Weltkrieg zeigte die Kunsthalle ein vergleichsweise progressives Programm. Ausgestellt wurden etwa Kees van Dongen, Othon Freiß, Paul Gauguin, Maurice Utrillo und Maurice de Vlaminck. Ab 1914 hatte sich der Kunstverein dem kulturellen Nationalismus des Kriegsherrn Wilhelm II. zu beugen.

Nach 1918 versuchte Darmstadt, an seine Vergangenheit als Kunststadt anzuknüpfen. Es erfolgte die Gründung der Sezession. Ihre ersten Ausstellungen veranstaltete die Sezession in den Räumen der Kunsthalle. Sogar zu Höchstzeiten der Inflation richteten Kunstverein und Mathildenhöhe gemeinsam die Ausstellung "Deutsche Kunst 1923" aus.
Die "Machtergreifung" durch die Nationalsozialisten bedeutete für die Kunsthalle den Zwang zu "völkischer" Sentimentalität, dem nur durch die Präsentation von harmlos erscheinenden "Idyllen" zu entkommen war. 
Die ohnehin schon vorhandenen Tendenz, heimatliche Landschaftsmaler wie Kröh, Röth, Barth oder Zernin zu zeigen, wurde verstärkt. Unmittelbar der NS-Propaganda dienten Ausstellungen wie "Gesunde Frau – 
gesundes Volk" im Januar 1934 oder die berüchtigte Wanderausstellung "Entartete Kunst" von 1936.
Beim Bombenangriff vom 11. September 1944 wurde die Kunsthalle schwer beschädigt. 
1946 kehrte der Kunstverein - parallel zur Gründung der "Neuen Darmstädter Sezession" - ins improvisierte Kulturleben zurück. 

1951 wurde Prof. Max Nuß, der sich für den Wiederaufbau der Kunsthalle engagierte, zum Vorsitzenden des Kunstvereins gewählt. Beauftragt mit dem Neubau wurde 1954 schließlich der Architekt Prof. Theo Pabst. Pabst löste die Trennwand zwischen Kunst und Publikum auf, schuf einen leichten Pavillon, der an Grundgedanken des Bauhaus orientert ist. Nun erscheint die Kunst im Licht, ist einsehbar von der belebten Straße aus.
Ab 1960 schlug der Kunstverein eine dauerhafte Brücke zwischen Darmstadt und Italien. In den folgenden Jahren wurden Künstler wie Max Slevogt, HAP Grieshaber, Max Klinger, Adolf Hoelzel, Dieter Krieg, Horst Antes, Heinz Mack und Max G. Kaminski gezeigt.

Ab 1978 wird ein separates Ausstellungsprogramm für das "studio Kunsthalle" entwickelt. Im Jahr 1982, zur 150-jährigen Geschichte des Vereins, wird das nach dem Krieg demontierte Rheintor an seinem Originalstandort wieder errichtet. Das Fragment steht frei im Raum und ist mit der neuen Halle durch einen Gehweg verbunden. 1986/87 wurde ein großzügiger Erweiterungsbau mit zwei Gartensälen realisiert. Den kubischen Formen der Architektur im Sinne des Bauhaus antworten 
nun ellipsoide Bauteile.
 
In den 80er und 90er Jahren präsentierte die Kunsthalle Künstlerpersönlichkeiten wie Emil Schumacher, Emilio Vedova, Horst Janssen, Meret Oppenheim, Man Ray und Otmar Alt und zeigte Themenausstellungen wie "Liebe" oder "Flucht".
Heute präsentiert die Kunsthalle Darmstadt ein Programm, das internationaler Kunst und weltbekannten Künstlern genauso gewidmet ist wie der Entdeckung junger Künstler.

 


Leitung


Dr. Peter Joch
Direktor der Kunsthalle Darmstadt
und des Kunstvereins Darmstadt