| Bemühungen zur Gründung
eines Kunstvereins für Darmstadt lassen sich bis in das Jahr 1833 zurückverfolgen. Die treibende Kraft bei dieser Initiative war Jacob Felsing. |
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Zwar hatte der Großherzog seine Kunstsammlung bereits 1820 der Allgemeinheit zugänglich
gemacht, aber zeitgenössische Kunst hatte in Darmstadt noch kein Forum. Der Kunstverein
sollte der Förderer privater Sammlungen sein. Die erste Ausstellung organisierte Felsing
1835.
Durch den Zusammenschluß verschiedener lokaler Kunstvereine wurde ab 1837 die Inszenierung größerer Ausstellungen möglich. 1889 wurde die Kunsthalle Darmstadt, die das alte Rheintor einbezog, eröffnet. (3) In den folgenden Jahren präsentierte die Kunsthalle unter anderem Wilhelm Leibl, Walter Leistikow, Max Liebermann, Adolf Menzel und Franz von Stuck. Eines der wichtigsten Ausstellungsthemen war zunächst der Jugendstil. In der Kunsthalle fanden die Schauen statt, die die berühmte Ausstellung auf der Mathildenhöhe "Ein Dokument deutscher Kunst" von 1901 vorbereiteten. |
| Bis zum Ersten
Weltkrieg zeigte die Kunsthalle ein vergleichsweise progressives Programm. Ausgestellt
wurden etwa Kees van Dongen, Othon Freiß, Paul Gauguin, Maurice Utrillo und Maurice de
Vlaminck. Ab 1914 hatte sich der Kunstverein dem kulturellen Nationalismus des Kriegsherrn
Wilhelm II. zu beugen. Nach 1918 versuchte Darmstadt, an seine Vergangenheit als Kunststadt anzuknüpfen. Es erfolgte die Gründung der Sezession. Ihre ersten Ausstellungen veranstaltete die Sezession in den Räumen der Kunsthalle. Sogar zu Höchstzeiten der Inflation richteten Kunstverein und Mathildenhöhe gemeinsam die Ausstellung "Deutsche Kunst 1923" aus. |
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1946 kehrte der Kunstverein - parallel zur Gründung der "Neuen Darmstädter
Sezession" - ins improvisierte Kulturleben zurück. 1951 wurde Prof. Max Nuß, der sich für den Wiederaufbau der Kunsthalle engagierte, zum Vorsitzenden des Kunstvereins gewählt. Beauftragt mit dem Neubau wurde 1954 schließlich der Architekt Prof. Theo Pabst. Pabst löste die Trennwand zwischen Kunst und Publikum auf, schuf einen leichten Pavillon, der an Grundgedanken des Bauhaus orientert ist. Nun erscheint die Kunst im Licht, ist einsehbar von der belebten Straße aus. |
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| In den 80er und 90er Jahren
präsentierte die Kunsthalle Künstlerpersönlichkeiten wie Emil Schumacher, Emilio
Vedova, Horst Janssen, Meret Oppenheim, Man Ray und Otmar Alt und zeigte
Themenausstellungen wie "Liebe" oder "Flucht". Heute präsentiert die Kunsthalle Darmstadt ein Programm, das internationaler Kunst und weltbekannten Künstlern genauso gewidmet ist wie der Entdeckung junger Künstler. |