Ausstellungen 2003 / 2004

16. Dezember 2003 bis 14. März 2004

Frank Jacob Esser - Jochen Schambeck

Öffnungszeiten: Di – Fr: 11 – 18 Uhr; Sa, So, Feiertage: 11 – 17 Uhr
geschlossen: 24.12.2003; 25.12.2003; 31.12.2003; 1.1.2004

Frank Jacob Esser –Schüler u.a. von Markus Lüpertz - zeigt im studio Kunsthalle „dichtgepackte“ magische Bildwelten, absurde Phantasmagorien, die Zeiten und Sphären ineinanderblenden: Ein kindlicher Engel erscheint auf einem neuzeitlichen Gefährt, das an ein Skateboard erinnert, eine Figur, die dem 18. Jahrhundert zu entstammen scheint, wehrt sich gegen eine Schar verführerischer Elfen etc.

Essers sprechende“ Bildelemente - etwa ein Schwein, das ein Schiff trägt - erinnern an traditionelle Embleme. Anders als die herkömmlichen „Sinnbilder“ sind sie jedoch prinzipiell nicht eindeutig zu entschlüsseln So versammelt Essers surrealistische, übervolle Spielzeug-Welt eine Fülle von assoziationsreichen Zitaten, um den ikonographisch forschenden Betrachter gleichzeitig vollkommen „ins Leere“ laufen zu lassen.


Gegenstandsgetreues Bildnis, 2003, Öl auf Leinwand


kreisverkehr, 2003, Öl auf Leinwand

Der aus Karlsruhe stammende Künstler Jochen Schambeck erzeugt aus „aufgeworfenen“ Farben sozusagen skulpturale Bilder. Die Farbe windet sich in dreidimensionalen Strudeln und Vermischungen, bildet massige Blumenfelder, die
auf dem Boden ausgelegt sind. Die Eigendynamik der Farbe, die auf die Malfläche geworfen wird, erscheint als Abbild der eigendynamischen Natur, die farbige Körper hervorbringt. In den „Tankerbildern“ wird das Meer zu einem Konglomerat von Farbwellen und – strudeln. Farbe und Bilderzählung sind so enggeführt: Die Ölfarbe bezeichnet das Öl, das die Meere verschmutzt, und führt als Landschaft von Strudeln und Wirbeln gleichzeitig die Kraft der Naturelemente vor. So wird das Pastose – wie bei den anderen Künstlern von „Masse Farbe“ - zu einem vieldeutigen Mittel, Bewegungsstrukturen und Inhalte unmittelbar zu verknüpfen.


Kultraum für 2004, Öl auf Holz


Well-Oiled, 2001, Öl auf Holz