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Jörg
Immendorf, Hui Gui, 1999, Öl auf Leinwand
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Jörg
Immendorf, Naht, 1989, Bronze
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Markus
Lüpertz, Männer ohne Frauen. Parsifal
1993, Temperafarbe auf Holz
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Markus
Lüpertz, Der Schauspieler,
1993, Bronze bemalt
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Die Ausstellung "Große Figuren"
in der Kunsthalle Darmstadt präsentiert mit Jörg Immendorff, Markus Lüpertz
und A.R. Penck drei international renommierte Künstler, die
Kunstgeschichte geschrieben haben - und schreiben.
Eine klare Verbindungslinie zwischen Immendorff, Lüpertz und Penck
stellen die zentralen Themen dar, denen sich die Künstler widmen. Sie
reflektieren die Wahrnehmung von Geschichte - speziell der deutschen.
Sie loten die Kunstgeschichte aus und schaffen Werke, die sich als
Manifeste und als Selbstbesinnung einer aktuellen Kunst verstehen
lassen. Sie inszenieren einen steten Dialog zwischen den Gattungen
Skulptur und Malerei und umkreisen in variantenreichen künstlerischen
Versuchsanordnungen das große Thema der "Figur", das der
Ausstellung den Namen gab.
Die drei Künstler entwickeln bei der 'Bearbeitung' dieser künstlerischen
Fragestellungen völlig unterschiedliche Zeichensysteme und
Formsprachen. Sie präsentieren jeweils ein Oeuvre, das - bei aller
Wandelbarkeit - konsequente Entwicklungslinien zeigt. Ziel der
Ausstellung ist es, einige dieser evolutionären Stränge aufzuzeigen.
In diesem Sinne werden die Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen auf die
Aspekte "Emblem", "Ornament" und "Zeit"
hin ausgelotet.
Die Ausstellung "Große Figuren" kann natürlich keinen Gesamtüberblick
über das Werk von drei führenden deutschen Künstlern der
Nachkriegszeit leisten. Genauso ist der Katalog nicht darauf angelegt,
die vielfach geschilderten künstlerischen Werdegänge der drei 'Stars'
noch einmal nachzuerzählen. Ausstellung und Katalog fokussieren
vielmehr einzelne Momente, mit denen sich spezifische 'Pointen' der Künstler
erschließen lassen.
Die Ausstellung zeigt die äußerst spannungsreiche Begegnung dreier
kraftvoller Bildwelten. Diese 'harten Schnitte' sollen dazu auffordern,
die Werke neu zu betrachten. Nur auf diese Weise ist eine Annäherung an
drei große Künstler möglich, die seit vielen Jahrzehnten stets neue
kreative 'Blickwechsel' inszenieren.
Gezeigt werden ca. 120 Arbeiten, die zwischen 1983 und 2000 entstanden.
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