Ausstellungen 2001

Immendorf - Lüpertz - Penck
Große Figuren
Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen

Jörg Immendorf, Hui Gui, 1999, Öl auf Leinwand

 

Jörg Immendorf, Naht, 1989, Bronze

 

Markus Lüpertz, Männer ohne Frauen. Parsifal
1993, Temperafarbe auf Holz

 

Markus Lüpertz, Der Schauspieler,
1993, Bronze bemalt

 

A.R. Penck, Friedhof der Zeitreisenden, 1995, Acryl auf Leinwand

 

A.R. Penck, Denkmal für Tel Aviv, 1985, Bronze


Die Ausstellung "Große Figuren" in der Kunsthalle Darmstadt präsentiert mit Jörg Immendorff, Markus Lüpertz und A.R. Penck drei international renommierte Künstler, die Kunstgeschichte geschrieben haben - und schreiben.
Eine klare Verbindungslinie zwischen Immendorff, Lüpertz und Penck stellen die zentralen Themen dar, denen sich die Künstler widmen. Sie reflektieren die Wahrnehmung von Geschichte - speziell der deutschen. Sie loten die Kunstgeschichte aus und schaffen Werke, die sich als Manifeste und als Selbstbesinnung einer aktuellen Kunst verstehen lassen. Sie inszenieren einen steten Dialog zwischen den Gattungen Skulptur und Malerei und umkreisen in variantenreichen künstlerischen Versuchsanordnungen das große Thema der "Figur", das der Ausstellung den Namen gab.
Die drei Künstler entwickeln bei der 'Bearbeitung' dieser künstlerischen  Fragestellungen völlig unterschiedliche Zeichensysteme und  Formsprachen. Sie präsentieren jeweils ein Oeuvre, das - bei aller Wandelbarkeit - konsequente Entwicklungslinien zeigt. Ziel der Ausstellung ist es, einige dieser evolutionären Stränge aufzuzeigen. In diesem Sinne werden die Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen auf die Aspekte "Emblem", "Ornament" und "Zeit" hin ausgelotet.
Die Ausstellung "Große Figuren" kann natürlich keinen Gesamtüberblick über das Werk von drei führenden deutschen Künstlern der Nachkriegszeit leisten. Genauso ist der Katalog nicht darauf angelegt, die vielfach geschilderten künstlerischen Werdegänge der drei 'Stars' noch einmal nachzuerzählen. Ausstellung und Katalog fokussieren vielmehr einzelne Momente, mit denen sich spezifische 'Pointen' der Künstler erschließen lassen.
Die Ausstellung zeigt die äußerst spannungsreiche Begegnung dreier kraftvoller Bildwelten. Diese 'harten Schnitte' sollen dazu auffordern, die Werke neu zu betrachten. Nur auf diese Weise ist eine Annäherung an drei große Künstler möglich, die seit vielen Jahrzehnten stets neue kreative 'Blickwechsel' inszenieren.

Gezeigt werden ca. 120 Arbeiten, die zwischen 1983 und 2000 entstanden.


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