Geschichte

Wir

Die institutionell an die Stadt Darmstadt angegliederte Kunsthalle weist eine wechselvolle Geschichte von nahezu 150 Jahren auf. Das wichtigste Ziel hat sich dabei nicht verändert: lebendige Begegnungen mit aktueller und aktuell gebliebener Kunst. Kunsthalle Darmstadt präsentiert im Jahr 3 bis 4 Ausstellungen von nationalem und internationalem Rang.

 

In der Kunsthalle ist traditionell  die Geschäftsstelle  des Kunstvereins Darmstadt beheimatet. Als Mitglied im Kunstverein sind Sie zu allen Eröffnungen und allen Begleitveranstaltungen in der Kunsthalle - vom Konzert bis zur Lesung, von der Performance bis zu speziellen Führungen - herzlich eingeladen. Jederzeit haben Sie freien Eintritt beim Besuch der Kunsthalle Darmstadt und des Instituts Mathildenhöhe.

 

Jahresbeitrag:
Schüler / Studenten: 20€
Einzelpersonen: 45€
Familien: 60€
Unternehmen: 150€

Fördermitgliedschaft ab 120 €

 

Das Anmeldeformular können Sie hier als PDF herunterladen. Bitte drucken Sie es aus und senden Sie es ausgefüllt an uns zurück. 

 

Programm

 

 

Die Kunsthalle Darmstadt ist ein traditionsreiches Ausstellungshaus mit einem leben­digen, äußerst vielfältigen Programm. Präsentiert werden unter anderem international hochkarätig besetzte Themenausstellungen, die gesellschaftlich relevanten Frage­stellungen und Motiven des Alltags gewidmet sind. Beispiele sind "Baby Body – das Motiv Säugling in der zeitgenössischen Kunst", "Wings of Art – Motiv Flugzeug ", "gezeichnet graffiti", "Märchen Kunst" oder "schöner leben" mit künstlerischen Refle­xionen und Parodien zur Wohnkultur. Die alltäg­lichen Themenkreise helfen, Schwel­lenängste gegenüber der zeitgenössi­schen Kunst abzubauen. Beteiligt an den Aus­stellungen sind weltberühmte Stars wie Jeff Koons, Jörg Immendorff, Jonathan Meese, Sigmar Polke, William Kentridge, Mel Ramos, Kara Walker oder Keith Haring. Den etablierten Künst­lern stehen wiederum avantgardistische, junge Posi­tionen gegenüber.

 

 

 

Eine andere Programmlinie der Kunsthalle ist der Austausch mit künstlerisch dyna­mischen Regionen wie Südkorea oder arabischen Ländern, der französi­schen Aqui­taine, Polen oder Israel.

 

In monographischen Ausstellungen präsentieren wir Künstlerpersönlichkeiten mit Signalwirkung wie etwa Ernst Ludwig Kirchner, Andreas Feininger oder Bill Viola.

 

Dabei inszenieren wir vielfach auch weitgreifende, erhellende Rückblicke in die Geschichte. Als Vorläufer der künstlerischen Moderne zeigten wir beispielsweise Werke von William Hogarth, Eugène Carrière oder James McNeill Whistler.

 

Kunsthalle Darmstadt erzeugt in thematischem und in historischem Sinne Querblicke und Überraschungen. Sie steht für ein Programm, das so vielfältig, wechselhaft und dynamisch ist wie die Kunst selbst.

  

 

Geschichte

 

 

 

Bemühungen zur Gründung eines Kunstvereins für Darmstadt lassen sich bis in das Jahr 1833 zurückverfolgen. Die treibende Kraft bei dieser Initiative war Jacob Felsing. Zwar hatte der Großherzog seine Kunstsammlung bereits 1820 der Allgemeinheit zugänglich gemacht, aber zeitgenössische Kunst hatte in Darmstadt noch kein Forum. Der Kunstverein sollte der Förderer privater Sammlungen sein. Die erste Ausstellung organisierte Felsing 1835.

 
Durch den Zusammenschluß verschiedener lokaler Kunstvereine wurde ab 1837 die Inszenierung größerer Ausstellungen möglich. 1889 wurde die Kunsthalle Darmstadt, die das alte Rheintor einbezog, eröffnet. In den folgenden Jahren präsentierte die Kunsthalle unter anderem Wilhelm Leibl, Walter Leistikow, Max Liebermann, Adolf Menzel und Franz von Stuck. Eines der wichtigsten Ausstellungsthemen war zunächst der Jugendstil. In der Kunsthalle fanden die Schauen statt, die die berühmte Ausstellung auf der Mathildenhöhe "Ein Dokument deutscher Kunst" von 1901 vorbereiteten.

  

Bis zum Ersten Weltkrieg zeigte die Kunsthalle ein vergleichsweise progressives Programm. Ausgestellt wurden etwa Kees van Dongen, Othon Freiß, Paul Gauguin, Maurice Utrillo und Maurice de Vlaminck. Ab 1914 hatte sich der Kunstverein dem kulturellen Nationalismus des Kriegsherrn Wilhelm II. zu beugen.

  

Nach 1918 versuchte Darmstadt, an seine Vergangenheit als Kunststadt anzuknüpfen. Es erfolgte die Gründung der Sezession. Ihre ersten Ausstellungen veranstaltete die Sezession in den Räumen der Kunsthalle. Sogar zu Höchstzeiten der Inflation richteten Kunstverein und Mathildenhöhe gemeinsam die Ausstellung „Deutsche Kunst 1923“ aus.

 

Die "Machtergreifung" durch die Nationalsozialisten bedeutete für die Kunsthalle den Zwang zu "völkischer" Sentimentalität, dem nur durch die Präsentation von harmlos erscheinenden "Idyllen" zu entkommen war. Die ohnehin schon vorhandenen Tendenz, heimatliche Landschaftsmaler wie Kröh, Röth, Barth oder Zernin zu zeigen, wurde verstärkt. Unmittelbar der NS-Propaganda dienten Ausstellungen wie „Gesunde Frau – gesundes Volk“ im Januar 1934 oder die berüchtigte Wanderausstellung „Entartete Kunst“ von 1936.

 

Beim Bombenangriff am 11. September 1944, der "Brandnacht", wurde die Kunsthalle schwer beschädigt.

  

1946 kehrte der Kunstverein - parallel zur Gründung der „Neuen Darmstädter Sezession“ - ins improvisierte Kulturleben zurück. 1951 wurde Prof. Max Nuß, der sich für den Wiederaufbau der Kunsthalle engagierte, zum Vorsitzenden des Kunstvereins gewählt. Beauftragt mit dem Neubau wurde 1954 schließlich der Architekt Prof. Theo Pabst. Pabst löste die Trennwand zwischen Kunst und Publikum auf, schuf einen leichten Pavillon, der an Grundgedanken des Bauhaus orientert ist. Nun erscheint die Kunst im Licht, ist einsehbar von der belebten Straße aus.

  

Ab 1960 schlug der Kunstverein eine dauerhafte Brücke zwischen Darmstadt und Italien. In den folgenden Jahren wurden Künstler wie Max Slevogt, HAP Grieshaber, Max Klinger, Adolf Hoelzel, Dieter Krieg, Horst Antes, Heinz Mack und Max G. Kaminski gezeigt.

  

Ab 1978 wird ein separates Ausstellungsprogramm für das "studio Kunsthalle" entwickelt. Im Jahr 1987, zur 150-jährigen Geschichte des Vereins, wird das nach dem Krieg demontierte Rheintor an seinem Originalstandort wieder errichtet. Das Fragment steht frei im Raum und ist mit der neuen Halle durch einen Gehweg verbunden. 1986/87 wurde ein Erweiterungsbau mit zwei Gartensälen realisiert. Den kubischen Formen der Architektur im Sinne des Bauhaus antworten nun ellipsoide Bauteile.
  

In den 80er und 90er Jahren präsentierte die Kunsthalle Künstlerpersönlichkeiten wie Emil Schumacher, Emilio Vedova, Horst Janssen, Meret Oppenheim, Man Ray und Otmar Alt. 

 

Heute präsentiert die Kunsthalle Darmstadt ein Programm, das internationaler Kunst und weltbekannten Künstlern genauso gewidmet ist wie der Entdeckung junger Künstler.
  

> Blick hinter die Kulissen

News

Aktuell

 

Sa, 25.05., 10:30 Uhr - 12:30 Uhr

Samstagsmaler

für Kinder ab 6 Jahren

Anmeldung: 06151 891184 / 

reichelt@kunsthalledarmstadt.de

 

 

So, 26.05.2013, 11:30 Uhr

Öffentliche Führung

Elke Glenewinkel

 

 

Do, 20.06.2013, 19:00 Uhr 

Vortrag: "Von der Erstarrung zum Lebendigen" - Otto Bartning, die Reform der Architekten-ausbildung und das Bauhaus

Dr. Sandra Wagner-Conzelmann, Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Architektur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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